Supplier Scouting & Lieferantenentwicklung
Warum die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten das teuerste Risiko im Einkauf ist, und wie aus Entwicklung und Scouting ein verlässlicher zweiter Weg entsteht.
Für wen dieser Baustein ist
Für Geschäftsführer und Einkaufsleiter im Maschinen- und Anlagenbau, die bei kritischen Teilen keinen zweiten Weg haben.
Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, ist der zweite Weg überfällig.
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„Den Lieferanten kennt der Seniorchef seit dreißig Jahren." Der Satz klingt nach Verlässlichkeit. Meistens bedeutet er etwas anderes: Es gibt keinen zweiten. Keine Alternative, keine Qualifizierung, keinen Plan B, nur die Gewohnheit, dass es ja immer lief. Gemerkt wird es erst, wenn es knallt.
Woran man es erkennt
Das ist der Moment, in dem aus einer Beziehung eine Abhängigkeit wird. Und aus einer Abhängigkeit ein Preis.
02
Einen zweiten Lieferanten aufzubauen steht auf keiner Eskalationsliste. Das Tagesgeschäft frisst die Kapazität: Der Einkauf kommt zum Bestellen, nicht zum Suchen. Und eine strukturierte Suche mit Bewertung und Qualifizierung ist ein eigenes Handwerk, für das im Alltag weder Zeit noch Methode da ist.
"Ein zweiter Lieferant war die ganze Zeit möglich. Er war nur nie dringend. Bis jetzt."
03
Scouting und Lieferantenentwicklung sind zwei Seiten derselben Medaille, und die Reihenfolge ist klar. Erst wird versucht, den bestehenden Lieferanten besser zu machen: sauber dokumentieren, klar adressieren, gemeinsam die Ursache beheben, mit 8D-Report, Qualitätssicherungsvereinbarung und echten Gesprächen. Ein entwickelter Bestandslieferant ist fast immer schneller und günstiger als ein neuer. Erst wenn das nicht trägt, wird ein neuer gesucht und qualifiziert.
Der Qualifizierungsweg
Der Hands-on-Anteil, den keine Datenbank liefert: selbst hinfahren, die Fertigung ansehen und mit den Menschen reden, die später Ihre Teile machen, nicht nur mit dem Vertrieb.
Das ist der Unterschied zwischen Suchen und Scouting.
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Was am Ende steht
Zweiter Weg
Kritische Teile sind nicht mehr von einem einzigen Lieferanten abhängig.
Vor Ort
Bewertet wird die Fertigung, nicht das Firmenprofil.
Übertragbar
Der Kriterienkatalog bleibt im Haus und wirkt beim nächsten Mal von allein.
Wer für kritische Teile nur einen Lieferanten hat, hat keinen Lieferanten, er hat ein Risiko. Ein qualifizierter zweiter ist die günstigste Versicherung, die ein Fertiger abschließen kann.